Karamea
In Karamea angekommen, haben wir uns für den kleineren Campingplatz entschieden. Rein ins Office und anmelden. Wir würden gerne für eine Nacht hier bleiben, ist das möglich? Campingplatzbesitzer: habt ihr reserviert?
Spiel mir das Lied vom Tod! ?
Nein, wir haben nicht reserviert, habt ihr vielleicht trotzdem was? Klar kein Problem. Da wir derzeit spontan durch die Gegend reisen kam die nächste Frage vollkommen unvorbereitet auf uns zu: Warum kommt ihr nach Karamea? Puh! Ja keine Ahnung, wir sind auf der Durchreise nach Abel Tasman. Der Campingplatzbesitzer lächelte uns kurz an und gab uns noch ein paar Tipps mit, warum man nach Karamea kommt, z. B. um sich die Oparara Basin Arches und Morio Gate Arch anzuschauen. Vorteil für den Campingplatzbesitzer, dass er wusste das es hier keine Durchreise gibt, weil nämlich die Straße in ein paar Kilometern endete. Man kommt hier nicht nach Abel Tasman. Klar peinlich, wir haben es weg gelächelt. ?
Also haben wir uns für den nächsten Tag ein Auto gemietet um gescheit über die Gravel Road zu kommen. Typisch Neuseeland, Dieter wurde morgens abgeholt um auf den Hof zu fahren wo wir das Auto gemietet haben. Nun stand er dort, kein Mensch anzutreffen. Als er laut rief, kam eine ältere, verpennte Dame in den 60igern mit ihrem rosa Morgenmantel an die Tür und empfing Dieter. Zunächst erzählte sie ihm, dass sie ja gestern essen gewesen sei und etwas zu viele Cocktails getrunken hat, deswegen sieht sie so aus, wie sie aussieht. Als sie merkt, dass ihr Sohn nicht da ist, hat sie erst mal nach den Schlüssel für den Mietwagen gesucht, nicht gefunden: nehmt einfach den!


Gut, Kofferraum aufgemacht, voll mit Schwimmreifen Donats. Alte Dame: what the hell is That? ? welcome to country, nichts funktionierte. Sie hat den Mietvertrag mit Dieter ausgefüllt, alle Utensilien aus dem Wagen genommen und los ging’s. Wie dieter halt so ist, Tank ist voll, los gehts. Als er am Campingplatz angekommen ist und wir bereits startklar waren, hab ich gedacht mich tritt ein Pferd, so dreckig war das Auto (Asche, abgefressener Lolly und diverse Mietverträge unserer Vorgänger) und das Display sowie die Tasten waren in asiatischen Schriftzeichen versehen. Naja so sind sie halt die Neuseeländer, man muss sie einfach gern haben.
Was ein Morgen, wir konnten uns endlich auf den Weg machen und sind die Gravel Road entlang gedüst. Verpflegung im Rucksack los geht es. Bei schönstem Wetter sind wir durch einen fantastischen Regenwald gelaufen, umgeben von herrlichen Vogelgesang und Insektengeräuschen. Das Klima war sensationell, die Sonne brannte, keine Wolken am Himmel, aber im Wald hatten wir angenehme Temperaturen.

Nun stehen wir vor einem Loch, na gut auf gehts ins Abenteuer. Wir kletterten durch die kleine Öffnung und uns stockte sofort der Atem. Wir standen in einer unglaublich tollen Höhle:

Wir schauten uns dort etwas um, machten einige Fotos und sind aus dem Staunen gar nicht mehr raus gekommen.



Keine Menschenmassen haben uns beim Genießen des Anblicks gestört, nur Jean-Pierre, Dieter und ich.
Weiter gehts, wir haben noch die große Arch vor uns. Also kletterten wir aus der Höhle raus und wanderten weiter über die Big Food Bridge, vorbei an einem kleinen See. Mit kurzer Rast für alle, sind wir den Fluss weiter entlang gewandert. Der Fluss sah aus wie Jacky Cola, ich musste Dieter festhalten, dass er dort nicht rein springt und die Plörre aussäuft. ?

Auf einmal tat sich ein riesengroßer Kalksteinbogen über uns auf. Wow, was ist das? Herzlich Willkommen, dass ist die Oparara Arch. Große Kalksteine vor der Höhle, wir können gar nicht beschreiben wie groß die Höhle war, vielleicht könnt ihr euch ein Bild über die Bilder machen. Wir fanden es großartig!


Auf dem Rückweg gab es noch eine kleine Nische durch die wir gegangen sind und dort fanden wir für uns, die perfekte Einstiegsstelle, wenn wir das Kanu dabei gehabt hätten.

Mit schweren Füßen und ganz vielen neuen Eindrücken sind wir wieder an den Campingplatz gefahren um den Tag mit einem leckeren Essen zu beenden.
Am nächsten Morgen waren wir immer noch vom Vortag geflasht und haben uns dafür entschlossen noch einen weiteren Tag zu bleiben um uns den Big Rimu Tree anzuschauen. Auch hier sind wir wieder durch einen Regenwald gelaufen, allerdings hatte ich hier das Gefühl das schon ewig keiner mehr da war. Trotzdem faszinierend wir riesig dieser Baum ist.


Am Ende des Tages sind wir nach kohaihai gefahren, dass ist das nördlichstenEnde der Westküstenstraße auf der Südinsel.

Dafür das wir nicht wussten was wir in Karamea machen sollten, haben wir die Zeit super genutzt und haben einige Kilometer zu Fuß geschrubbt. ??
Geils Auto. Hehe…
Was ne schöne Höhle, was hat JP dazu gesagt? ??♀️?
Der kleine Mann hat eigentlich nur gepennt ??