Totaranui….das Sahnehäubchen im Abel Tasman

13. Februar 2020 4 Von Dieter

Am nächsten Morgen haben wir Marahau verlassen und sind zurück nach Nelson gefahren. Hier wollten wir einfach mal wieder durch Straßen laufen und Geschäfte durchforsten…haben wir auch getan aber irgendwie hatten wir so gar keine Lust darauf und der Freedom Camp am Hafen war ebenfalls nicht einladend…hmmm…wir beschlossen nach Richmond auf unseren altbewährten Camp Ground zurück zu fahren und einen neuen Plan zu schmieden…der hiess ab zurück in den Abel Tasman. Sind nur 3,5h Fahrt..auf geht’s YEAH.

Zurück am Knotenpunkt Takaka hielten wir kurz beim Arzt, da sich unser lieber Jean-Pierre lauter rote Punkte im Gesicht eingefangen hatte…zum Glück keine Masern oder Windpocken…anscheinend Bisse der lieben Tierchen hier im Lande..so mit das Einzige was lästig werden kann…puuh also weiter…

Das Ziel war Totaranui, ein Camp Ground der sehr einfachen Art direkt an der Totaranui Bay (wer hätte das gedacht ? ). Es ist das nördlichste Camp im Abel Tasman, das mit dem Auto erreichbar ist…wobei der Zugang in Deutschland auf jeden Fall gesperrt wäre. 12km übelste gravel road…aber einfach geil..hier ein Blick über die Landschaft vom Zugangsweg…

Es scheint einer der meist bekanntesten Camp Grounds im Land zu sein (zumindest bei den Kiwis), daher wunderten wir uns auch nicht das 850 Stellplätze vorhanden sind (und selbst jetzt täglich ausgebucht ist..hammer). Das Tolle ist, dass sich der Platz an der Bucht entlang hangelt und in einzelne natürliche Parzellen eingeteilt ist…so hat man das Gefühl man campt nur mit vielleicht zehn Leuten zusammen. Aus jedem Hahn kommt frisches Quellwasser (absolut unüblich in NZ) und morgens düst ein Caddy rum und sammelt Bioabfälle ein…top.

Von dort aus kann man Wassertaxis bestellen, den „great walk“ (oder abgespeckte Varianten davon) entlang der Küste des Abel Tasmans machen oder einfach im Meer baden…das alles ohne Hektik und in grandioser Atmosphäre. Handy Netz gibt es nicht, aber hey…wer braucht den Handys wenn man Telefonzellen hat ?.

Am ersten Tag starteten wir dort eine relativ kurze, dafür aber umso steilere Wanderung zur Goat-Bay…Janine dampfte aus allen Löchern, verfluchte den Planer der Wanderung und war danach doch ein sehr stolzes Mädchen…die Aussicht war aber auch schön…

…eigentlich stand für den Tag noch eine weitere Strecke an, aber nach einem kleinen Mittags-Snack zog es uns doch an den Strand. Jean-Pierre sass zunächst ein paar Minuten im Sand und wusste nicht so recht was er machen sollte…aber dann war er nicht mehr zu bremsen ?

Nach dem Strand musste ordentliches Abendessen her…und in dieser Zeit entdeckte unser kleiner Jean-Pierre das Helfersyndrom..egal was die Eltern machen, Sohnemann wollte helfen und dabei sein…total goldig.

Die nächsten Tage waren wir viel am Strand und waren baden..also haben quasi Urlaub vom Urlaub gemacht. Am Abend setzten wir uns an den Strand und genossen den Aufgang des Vollmonds. Dabei hörten wir einer jungen Dame beim Gitarre spielen zu…einfach eine sensationelle Stimmung. Habe ich so noch nie erlebt. Alle am Strand waren einfach von dem Auftakt gebannt!!!

Ich muss schon sagen, dieser Camp Ground war der Hammer…hier muss man einfach gewesen sein!

Author: Dieter